Das Backupscript raspiBackup.sh wird immer mehr benutzt um die Backups auf einer Synology abzulegen. Lange besaß ich keine Synology und konnte keinerlei Tests vornehmen um bei Problemen zu helfen. Deshalb erstellte ich diese Webseite um allen Nutzern einer Synology eine Möglichkeit des Informationsaustausches über Kommentare zu dieser Seite zu geben. Wer eine Synology besitzt konnte kurz einen Kommentar posten und sich damit an der Diskussion beteiligen.
Ergebnisse und Empfehlungen, die aus Diskussionen entstehen, wurden natürlich hier dokumentiert.
Mittlerweile besitze ich eine Synology DS418play und bin auch in der Lage genauer zu beschreiben was man tun muss um mit raspiBackup seine Raspberries auf einer Synology sichern zu können. Die Beschreibung erklärt wie man die mit der empfohlenen Backupmethode rsync auf nfs Backupspace sichert.
raspiBackup - Nutzung von Synology als Backupspace
Wichtig
Die Partition auf der Synology muss mit no_root_squash exportiert werden damit rsync genutzt werden kann. Im UI muss dann bei Squash No-mapping eingetragen werden.
Es darf NICHT NFS4 aktiviert werden wie im Screenshot zu sehen ist !!! Es muss NFS3 genutzt werden. Mit NFS4 habe ich es nicht hinbekommen.

Konfiguration einer Synology und der Raspberry um ein rsync Backup per nfs auf einer Synology zu sichern
Im Wesentlichen sind folgende Schritte durchzuführen:
1) Gemeinsamen nfs Ordner auf der Syno erstellen
2) mount des gemeinsamen nfs Ordners auf der Raspi in der fstab
3) Installation und Konfiguration von raspiBackup per Installer (keinen automatischen Backup konfigurieren)
4) Test des Backups und Restores von der Commandline
5) Einrichten des regelmaessigen Backups in der Crontab per Installer
Es empfielt sich vor dem Beginn die FAQ Seite zu lesen wo die wichtigsten Fragen und Antworten zu raspiBackup zusammengestellt sind.
Gemeinsamen nfs Ordner auf der Syno erstellen
Im DSM, Systemsteuerung -> Gemeinsamer Ordner -> Erstellen erstellt man einen gemeinsamen Ordner z.B. mit dem Namen raspiBackups. Eine Papierkorb braucht man nicht. Die nfs Berechtigungen muessen wie folgt eingestellt werden (Hinweis: raspiBackup laeuft als root). Hostname oder IP: Hostname oder IP des nfs Clients, z.B. 192.168.0.10. Privileg: lesen/schreiben, Squash: keine Zuordnung, Sicherheit: sys.
Eintrag des gemeinsamen nfs Ordners auf der Raspi in der fstab
Folgender Eintrag in der /etc/fstab bewirkt das Mounten des Synology nfs Orders unter dem Mountpoint /backup unter der Annahme, dass 192.168.0.11 die Synology ist:
192.168.0.11:/volume1/raspiBackups /backup nfs rw,nfsvers=3 0 0
Es ist dringend zu empfehlen den Mountpoint /backup zu nutzen und nicht z.B. /home/pi/backup oder andere Verzeichnisse.
Manueller mount des gemeinsamen nfs Ordners
Jetzt kann man prüfen ob der Backupspace auf der Synology freigegeben ist mit showmount -e 192.168.0.11 . Danach kann man mit sudo mount /backup den nfs Ordner manuell mounten.Durch den obigen Eintrag in der /etc/fstab wird der Mount nach jedem Neustart automatisch vorgenommen und es ist kein manueller Mount mehr notwendig.
Test des Schreibzugriffs
Den Schreibzugriff kann man nun testen mit sudo bash -c 'echo "Raspberry war hier" > /backup/killroy.txt' und sudo cat /backup/killroy.txt Falls es Probleme gibt Hinweise von erfahrenen Synologybenutzern zu Synology und raspiBackup lesen.
Installation und Konfiguration von raspiBackup
Installation von raspiBackup gemäß dieser Anleitung. Dabei dann rsync als Backupmethode und /backup als Backuppfad angeben. Den regelmäßigen Backup noch nicht konfigurieren.
Test des Backups und Restores von der Commandline
Einrichten des regelmaessigen Backups in der Crontab
Aufruf des Installers und Konfiguration des regelmäßigen Backupzeitpunktes.
Siehe auch folgende DSM Hilfsseiten
Hinweis zu ACLs
Eigentlich kann man ACLs mit nfs V3 sichern. Das klappt z.B. wenn man eine Raspberry als nfs Server aufsetzt (Siehe hier). Allerdings funktioniert das nicht mit einer Synology - auch wenn sie nsf V3 nutzt.
Eine Anfrage bei Synology am 13.5.2022 lieferte folgende Antwort:
Unfortunately, I have to inform you that both Linux ACL and setfacl are not supported by DSM.
I would be pass this on as feedback to our development department as a function request.
Hinweise und Tipps von raspiBackup Benutzern die eine Synology als Backupspace benutzen
Beitrag von Udo (Kommentar #45)
Udo hat im Kommentar beschrieben was man tun muss dass der Automount der Synology beim Booten der Raspberry funktioniert.
192.168.0.42:/backup /backup nfs rw,nfsvers=3 0 0
Beitrag von Markus (Kommentar #2)
Bei mir läuft das Backup mit raspiBackup.sh in folgender Konfiguration:
* Raspberry mit Rasbian Whezzy
* raspiBackup.sh, Version 0.5.7.10e
* Synology NAS DS213, mit aktueller DSM Version
Synology NAS Share: /volume1/backup
Synology NAS Share NFS Regeln: Hostname oder IP: *, Privileg: Lesen/Schreiben, Squash: Keine Zuordnung
Synology NAS Share Berechtigungen (Konsole): d--------- 5 root root 4096 Dec 15 06:01 backup
Raspberry Pi Mountpoint: /media/nas-backup
Raspberry Pi fstab Einträge für NFS3 und NFS4
# Entry for the NAS backup, mount with NFS version 3
192.168.X.XXX:/volume1/backup /media/nas-backup nfs rw,nfsvers=3 0 0
# Entry for the NAS backup, mount with NFS version 4
#192.168.X.XXX:/volume1/backup /media/nas-backup nfs rw 0 0
Anmerkung zum Mounten mit NFS4:
Der Benutzer Jean hat auf der englischen Seite von raspibackup beschrieben wie man das Backup auf ein Share welches mit NFS4 eingebunden ist durchführen kann. Konnte es bisher noch nicht testen. Hier der Permalink
Auszug aus der raspiBackup.conf abgelegt unter /usr/local/etc/
cat /usr/local/etc/raspiBackup.conf
# path to store the backupfile
DEFAULT_BACKUPPATH="/media/nas-backup"
# how many backups to keep
DEFAULT_KEEPBACKUPS=4
# type of backup: dd, tar, xbmc or rsync
DEFAULT_BACKUPTYPE="rsync"
Ich hoffe das einigen Synology Benutzern hiermit geholfen ist.
Entdeckungen von Alfred
Alfred bekam folgende Fehlermeldung von rsync
rsync: chown "/mnt/nas/arami nta/araminta-rs ync-backup-2016 1029-190948/mmc blk0p1/overlays /.w1-gpio-overl ay.dtb.ansSC4" failed: Operation not permitted (1)"
sudo mkdir /tmp/mmcblk0p1
sudo mount /dev/mmcblk0p1 /tmp/mmcblk0p1
Ich machte dann zufällig einen Fehler der zur Lösung führte: Das ist der rsync Befehl den ich ausführte:
rsync --exclude="/mnt/nas" --exclude=/proc/* --exclude=/lost+found/* --exclude=/sys/* --exclude=/dev/* --exclude=/boot/* --exclude=/tmp/* --exclude=/run/* --exclude=mmcblk0p1/overlays/* --numeric-ids -aHAXx -v /tmp/mmcblk0p1 "/mnt/nas/test.backup"
Kommentar von Chris
„Ich habe es so eben auch mit einem TAR-Backup via NFS 4.1 auf ein QNAP-NAS geschafft.
Inhalt - /etc/fstab:
-----------------------------------
<NAS-IP/-Hostname>:/<Share name> /backup nfs4 defaults,_netdev,noatime 0 2
QNAP-NAS seitig (share):
-----------------------------------
Zugriffsrecht -> sync = "no wdelay"
Zugriffsrecht -> secure (Ja)
Host: IP vom Raspi
Sicherheit: sys,
Squash-Option: lesen/schreiben
Squash-Option: "Nur root-Benutzer zuordnen"
Anonymer GID: guest
Anonymer UID: guest

